Friday, 10. october 2008 5 10 /10 /Okt. /2008 22:09

Manche Entwickler haben die Gabe ein Spiel so zu erschaffen, dass es nicht mehr als Spiel bezeichnet wird, sondern als Meisterwerk. In einem Meisterwerk ist alles perfekt, schön und einfach unglaublich harmonisch. Die Fäden der Geschichte, sind einfach genial zusammengestrickt und die Umgebung zieht einen in ihren Bann. BioShock ist so ein Meisterwerk geworden und wir erklären euch in unserem Review warum das so ist.

 

Die Sechziger…

Wir schreiben das Jahr 1960. Der Protagonist, Jack, sitzt in einem Flugzeug nach England. Er denkt über sein Leben nach und schaut sich ein Familienbild an. Jedoch hat er dazu nicht lange Zeit, denn das Flugzeug stürzt ab.

Wir finden uns im Wasser wieder, um genau zu sein, im Ozean. Um uns herum brennt das Kerosin auf dem Wasser, in unserer Not erblicken wir die Silhouette eines Leuchtturms und schwimmen keuchend hin. Wir treten durch die riesige Tür hineine, diese schließt sich hinter uns. Wir gehen weiter und steigen in eine Tauchkugel. Nachdem betätigen des Hebels, setzt sich das Gefährt in Betrieb und wir fahren in die Tiefen des Ozeans. Daraufhin werden wir Zeuge eines Mordes. Ein Mann wird von einem Slicer getötet. Dieser bemerkt uns und möchte und an den Kragen gehen, doch wie aus heiterem Himmel meldet sich eine Stimme, Atlas, ist der Mann, der uns helfen möchte. Wir vertrauen ihm.

Im weiteren Verlauf des Spiels erklärt uns Atlas die Steuerung und erzählt uns unter dem Spielen über Rapture und ihre Vergangenheit, jedoch müssen wir als Gegenleistung seine Familie aus den Fängen des Wissenschaftlers Andrew Rayen, dem Mann, der das Adam Marktfähig gemacht hat und so den Untergang von Rapture City einleitete, retten.

 

Rapture!

Wir kommen weiter in Rapture voran. In uns ist bereits der erste Plasmid, eingepflanzt. Das ist eine Substanz, welche die Gene im eigenen Körper verändert und so bekommt man übermenschliche Kräfte. Von der Möglichkeit Blitze aus der linken Hand zu schießen bis hin zu einem Bienenschwarm, gibt es unzählige Plasmide im Spiel. Um die Plasmide und deren Fähigkeiten benützen zu können, braucht ihr EVE. Dieses findet  ihr, in dem ihr getötete Gegner, Leichen und die Umgebung durchsucht. Am meisten EVE könnt ihr bei den Little Sisters holen. Dazu später mehr. Rapture ist eine gigantische Unterwasserwelt, in der es sehr viel zu entdecken gibt.

 

Ist das normal?

Die Bewohner von der Unterwassermetropole sind keine gewöhnlichen Menschen mehr. Durch ihre Gier nach Adam und absoluter Perfektion, sind sie zu Monstern geworden. Sie streifen durch die Stadt auf der Suche nach dem Saft, dabei begegnen sie uns nicht mit Freundlichkeit, sondern wollen uns beseitigen. Wir setzten uns mit den üblichen Waffen wie Pistole, Schrottflinte, Maschinengewähr, Raketenwerfer und noch einige andere Waffen. Alle diese Waffen können wir upgraden und so können wir eine bessere Reichweite oder einfach ein größeres Magazin damit erreichen. Noch dazu hat jede Waffe drei Munitionstypen.

Ganz wichtig ist in BioShock, dass ihr die regulären Waffen mit den Plasmiden kombiniert. Denn in Rapture ist Munition rar gesät, so müsst ihr oft taktisch vorgehen, wie zum Beispiel eine Splicer zuerst mit einem Blitz lähmen und dann drei gezielte Schüsse abgeben. Aber dies geht nicht bei jeden Gegnertypen, besonders nicht bei größeren, wie den Big Daddy.  

 

Beschütz mich!

Unterwegs in Rapture, treffen wir auf die Little Sisters, kleine Mädchen mit einer riesigen Spritze in der Hand. Diese Mädchen sind Sklaven. Sie sind auf der Suche nach Adam, wie jeder in der Unterwasserwelt, deswegen leben die kleinen Mädchen gefährlich. Um das wertvolle Gut zu sicher, wird den kleinen Mädchen ein Bodyguard zur Seite gestellt und zwar ein Big Daddy. Diese Kreaturen beschützen die Little Sisters. Begegnet ihr einem Big Daddy, greift euch dieser nicht automatisch an, sondern warnt euch zunächst, falls seinem kleinen Schützling zu nahe tretet, ignoriert ihr seine Warnungen und schießt auf ihn, dann bricht die Hölle aus.

Mit einem Bodycheck reißt er uns zu Boden, jedoch stehen wir sofort wieder auf und eröffnen das Feuer. Mit dem Maschinengewehr versetzten wir ihm schwere Treffer. Er erwidert das Feuer mit seinem Gewaltigen Maschinengewehr aber mit einigen Granaten setzten wir ihn außer Gefecht. Jetzt ist nur noch das kleine Mädchen übrig und wir haben die Wahl sie zu töten oder erlösen. Letzteres würde das Mädchen retten, dafür bekommt ihr aber nur den halben Adam-Vorrat. So steht ihr vor einer moralischen Entscheidung, die jeder Spieler für sich treffen muss. Je nachdem, wie ihr eure Entscheidung trefft, wirkt sich diese auf den Ausgang der Story aus. Also ist ein zweiter Neubeginn Pflicht. Später im Spiel werden die Little Sister und der Big Daddy eine große Rolle spielen aber dies werdet ihr selbst herausfinden.

 

Ich bin verzaubert!

Graphisch bietet BioShock sehr viel, so sind die Wasseranimationen zurzeit das Beste was der Konsolenmarkt zu bieten hat. Die Umgebung ist schaurig schön, wunderbar an die Atmosphäre des Spiels angepasst und dabei wird das Licht physikalisch richtig vom Wasser reflektiert. Jedoch sind das Kleinigkeiten, die der tollen Grafik, noch die Krone aufsetzten. Es wäre langweilig hier noch alle Details aufzuzählen aber alles in einem ist die Grafik einfach wunderschön.

 

Das kracht!

Was hilft die schönste Grafik, wenn der Sound nicht passt? Jedoch passt dieser in BioShock. Und wie! Falls ihr eine 5.1-Sourand-Anlage angeschlossen habt, dann macht zieht euch die Vorhänge zu und spielt BioShock im Dunkeln. Der Sound dröhnt dermaßen aus den Boxen, dass sogar die Nachbar Angst bekommen werden und somit die Atmosphäre noch besser herüberkommt.

 

Fazit

Die Shooter-Welt halt auf so ein Spiel gewartet. BioShock ist einfach kein 0815-Shooter, sonder ein Shooter mit Hirn und das gefällt uns. Aber wir haben auch einiges auszusetzen, denn die Story ist nicht fehlerlos erzählt worden und bei Hacken gibt es schlicht unlösbare Fälle. Jedoch betrachtet man BioShock als Ganzes, so ist es einfach genial. Die Atmosphäre lässt einem das Blut in den Adern gefrieren, egal ob ihr euch gerade ein heißes Duell mit einem Big Daddy liefert oder einfach nur durch Rapture läuft, ihr habt stets ein bedrückendes Gefühl, eine untergehende Stadt, aus der jeder fliehen möchte aber es wenige schaffen. BioShock ist einfach eine perfekte Komposition.

von Armin
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